Höhere-Töchter-Schule Schweinfurt

 

Gegründet am 25. August 1878, in Betrieb genommen am 1. Oktober 1878 und ab 1911 städtisch unter dem Namen "Höhere Mädchenschule"

Die Schule im Jahr 1901
Die Schule im Jahr 1901
Postkarte ca. 1903 - An den Schanzen 16
Postkarte ca. 1903 - An den Schanzen 16
Valentin Völcker, der erste Schulleiter 1878 - 1898
Valentin Völcker, der erste Schulleiter 1878 - 1898

Der Töchterschulverein Schweinfurt gründete 1878 eine private "Höhere Töchterschule" in der Zehntstraße 18. Die ersten sieben Schülerinnen erhielten 1879 ihr Abschlusszeugnis. 1880 bezog die Schule ein neues Gebäude An den Schanzen. Hier blieb die Schule bis 1955.

Doch muss es bereits zuvor eine andere Schule für höhere Töchter gegeben haben, denn im Buch "Das Königreich Bayern in seiner heutigen Gestalt für Schulen und Vaterlandsfreunde" aus dem Jahr 1838 von Andreas Cammerer wird ausgeführt:" Von Bildungsanstalten besitzt Schweinfurt ein vollständiges Gymnasium, eine Gewerbeschule, ein Handlungsinstitut und eine höhere Töchterschule."

Die Schule wurde 1911 von der Stadt Schweinfurt als „Städtische Höhere Mädchenschule“ übernommen. Auf Beschluss der Stadt wurde die Schule 1925 in das sechsklassige „Städtische Mädchenlyzeum“ umgewandelt.

Nach dem Verbot der Freimaurerloge durch die Nationalsozislisten wurde ein teil des Unterrichts in die Loge in der Neutorstraße verlegt. Im Erdgeschoss unterrichtete Lehrer Hedler Musik. Im oberen Geschoss wurde anderer Schulunterricht erteilt.

Die 1. Klasse 1881/1882
Die 1. Klasse 1881/1882
Die 4. Klasse 1885
Die 4. Klasse 1885

Erst 1938 folgte der Ausbau zum achtklassigen Mädchengymnasium als „Städtischen Oberschule für Mädchen“ mit Abiturberechtigung. Die ersten Reifezeugnisse wurden 1941 an 8 Schülerinnen ausgegeben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schulleben 1946 wieder aufgenommen.

Es folgten zwei Umbenennungen: 1947 in „Mädchen-Oberrealschule“ und 1951 in „Städtisches Mädchen-Realgymnasium Schweinfurt“. Es wurde 1952 ein Architekten-Wettbewerbs für ein neues Schulhaus an der Steinstraße, der heutigen Ignaz-Schön-Straße, ausgeschrieben. Das heutige Gebäude wurde nach den Plänen der Münchner Architekten Woita und Angerer gebaut und 1956 eingeweiht. Zeitgleich erfolgte die Namensverleihung: „Olympia-Morata-Schule“ (OMS).

 

Im Adressbuch des Jahres 1886 findet sich folgender Eintrag:

"Höhere Töchter" im Jahre 1900
"Höhere Töchter" im Jahre 1900
"Rokoko-Damen" aus der Höheren-Töchter-Schule im Jahr 1900
"Rokoko-Damen" aus der Höheren-Töchter-Schule im Jahr 1900
Fräulein Devidé inmitten ihrer Schülerinnen der 4. Klasse 1900/1901
Fräulein Devidé inmitten ihrer Schülerinnen der 4. Klasse 1900/1901
5. Klasse 1901/1902
5. Klasse 1901/1902
1907 - Höhere-Töchter-Schule - Szenische Darstellung der Tugenden
1907 - Höhere-Töchter-Schule - Szenische Darstellung der Tugenden
Oktober 1919 Mädchenschule Pensionat f. höhere Töchter Schweinfurt
Oktober 1919 Mädchenschule Pensionat f. höhere Töchter Schweinfurt

Aus dem Adressbuch 1932 ergeben sich folgende Informationen:

 

Dem Adressbuch 1936 ist - wie folgt - zu entnehmen, dass die "Höhere-Töchter-Schule Schweinfurt im Jahr 1911 von der Stadt Schweinfurt übernommen wurde und in der folgenden Zeit als eine städtische Schule betrieben wurde. Sie hieß nun: Städtische Höhere Mädchenschule.

Städt. Mädchenlyceum 1928
Städt. Mädchenlyceum 1928
1926 schick.....
1926 schick.....
Tanzkurs 1926
Tanzkurs 1926
Kinderlandverschickung nach Haßfurt im Jahre 1944 - die Schülerinnen müssen aufmarschieren - während der Zeit der großen Bombenangriffe wurden Kinder und Schüler in nicht gefährdete Orte verbracht und lebten dort
Kinderlandverschickung nach Haßfurt im Jahre 1944 - die Schülerinnen müssen aufmarschieren - während der Zeit der großen Bombenangriffe wurden Kinder und Schüler in nicht gefährdete Orte verbracht und lebten dort
Das erste Abitur im Jahr 1941
Das erste Abitur im Jahr 1941
Das Lehrerkollegium im Jahre 1946
Das Lehrerkollegium im Jahre 1946
Lehrerkollegium 1947
Lehrerkollegium 1947

Lehrerkollegium "Oberrealschule für Mädchen" 1948

Hintere Reihe: Wirsching, Ratgeber, Zelter, Iberl, Harms, Stamminger

Vordere Reihe: Briesenmeister, Geisler, Kempf, Teichmann, Stählin, Stützer


8. Klasse Mädchenoberrealschule Schweinfurt 1949

Hinten v.l.: Kitty Martin, Inge Lampert, Martha Roth, Herlinde Kompe, Ilse Feyh, Getraud Herrmann, Anneliese Vay, Gabi Brügge,

Mittl. Reihe: Inge Hose, Inge Kochinki, Christl Ebenauer, Gerdi Müller, Edith Hauptmann, Dorle Schmucker, Uli Watzke,

Vorne: Marie-Luise von Hagen, Gilda Hexmann, Johanna Baureiß, Traudl Mayr, Gertrud Blum, Hauna von Hagen, Renate Kraus


Abiturklasse Mädchenoberrealschule Schweinfurt 1950

Hintere Reihe: Traudl Mayr, Johanna Baureiß, Sigi Siegel, Uli Watzke, Hauna von Hagen, Herlinde Kompe, Marie-Luise von Hagen, Professor Zelter

Mittlere Reihe: Inge Lampert, Edith Hauptmann, Hildegard Müller, Martha Roth, Getraud Hauptmann

Vordere Reihe: Gertrud Blum, Renate Kraus, Dorle Schmucker, Kitty Martin, Ilse Feyh, Inge Kochinki


50 jahre später:

Klasse 1a, Februar 1952
Klasse 1a, Februar 1952

 

Schulordnung:

 

 

Jahresberichte:

 

49. Jahresbericht des Städtischen Mädchenlyzeums (vorm. Höhere Mädchenschule) in Schweinfurt für das Jahr 1926/1927

 

54. Jahresbericht des Städtischen Mädchenlyzeums (vorm. Höhere Mädchenschule) in Schweinfurt für das Jahr 1931/1932

Lehrer, die wir hatten - Aufzeichnungen von Schülerinnen des Abiturjahrgangs 1950

von Ilse Rankl, geb. Feyh