Deutscher Amateur-Radio-Club e.V. Ortsverband Schweinfurt

 

 

 

Deutscher Amateur-Radio-Club e. V.

 

Ortsverband Schweinfurt (B 14)

Kontaktadressen:

Klaus-Dieter Jones, Ortsverbandsvorsitzender, Am Bergl 13, 97424 Schweinfurt

Telefon  09721-8 29 00, Mail dd3nj@darc.de

 

Norbert Kühn, stv. Ortsverbandsvorsitzender/Kassier, Geißäckerweg 5, 97456 Dittelbrunn,

Telefon 09721-4 35 55, Mail dl8nad@darc.de

 

Stefan Glück, Jugendarbeit, Wilhelm-Bechert-Str4aße 20, 97424 Schweinfurt

Telefon 09721-94 14 94, Mail   DL6TA@darc.de

 

Amateurfunk in Schweinfurt

Der Ortsverband Schweinfurt wurde im April 1954 gegründet. Er ist aus dem Ortsverband Würzburg hervorgegangen und gehört dem Distrikt Franken an.

Schon frühzeitig wurde den Schweinfurter Funkamateuren ein Clubraum von der Stadt Schweinfurt im Jugendhaus an der Franz-Schubert-Straße zur Verfügung gestellt. In den ersten Jahren konnte die Clubstation der Amateurfunkgruppe mangels eigener Geräte bei der Firma SKF, die sich in einem Nebengebäude der heutigen Friedrich-Rückert-Schule befand, mitgenutzt werden. Lange Zeit konnte nach Auflösung dieser Gruppe keine stationäre Anlage betrieben werden. Die  eigene Funkstation wurde erst nach der umfassenden Renovierung des Jugendheimes eingerichtet. Die große Antennenanlage auf dem Dach zeugt von den nunmehrigen Möglichkeiten, nämlich Funkbetrieb im gesamten Kurzwellenspektrum zu betreiben. Darüber hinaus kann auch der UKW- und UHF-Bereich genutzt werden.

Die Mitglieder des Ortsverbandes Schweinfurt im DARC e. V. sind gegenüber der Stadt Schweinfurt dankbar einerseits dafür, dass ihnen der Raum zur Verfügung steht, andererseits ihnen ermöglicht wurde, eine derart komfortable Antennenanlage zu errichten. Das Verständnis der Vorstandschaft des Budokan 72 e. V. sei an dieser Stelle hervorgehoben, müssen doch für Wartungsarbeiten an der Antenne deren Räume betreten werden.

Verstärkt wird Jugendarbeit betrieben. Der Ortsverband ist Mitglied des Stadtjugendringes (SJR) Schweinfurt. Er beteiligt sich aktiv an Aktionen des SJR, um Nachwuchs zu gewinnen. Aktiven Funkbetrieb dürfen allerdings – wie bereits ausgeführt – nur Inhaber eines Amateurfunkzeugnisses vornehmen. Bei ausreichendem Interesse werden Kurse zur Vorbereitung auf die Prüfung bei der Bundesnetzagentur ausgerichtet. Mit einer Dauer von nicht unter 20 bis 25 Abenden ist  muss allerdings gerechnet werden. Darüber hinaus können die erforderlichen Kenntnisse durch Selbststudium erworben werden. Die Ortsverbandsvorstandschaft ist in jedem Fall behilflich.

Angestrebt wird auch eine enge Zusammenarbeit mit der im Jahr 2012 gegründeten „Wissenswerkstatt“, die in absehbarer Zeit ihre Arbeit im Friedrich-Rückert-Bau aufnehmen wird. Selbstredend kommt für Mitglieder des Ortsverbands nur eine ehrenamtliche Tätigkeit in Frage. Die „Wissenswerkstatt“ will Jugendliche für Technikthemen begeistern. Dies ist auch, wenngleich mit anderen Motiven, das Ziel des DARC.

Was ist Amateurfunk?

 

Der Amateurfunkdienst umschreibt heute eine soziale Gruppe von über 70.000 engagierten Menschen in Deutschland, die sich mit der Funktechnik befassen, in zunehmendem Maße neben technischen und wissenschaftlichen auch sozialen, bildungspolitischen, entwicklungspolitischen, der Völkerverständigung dienenden sowie humanitären Aufgaben und Zielen widmen. Der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) e. V. ist als Vereinigung der Funkamateure in Deutschland in erster Linie Ansprechpartner und Interessenvertreter für seine 40.000 Mitglieder und steuerrechtlich als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt. Er ist der drittgrößte Amateurfunkverband der Welt.

 

Funkamateur kann nur werden, wer eine längere Ausbildung absolviert und sein qualifiziertes Wissen in einer staatlichen Prüfung nachweist. Äußeres Zeichen der Qualifikation ist eine persönliche Funkgenehmigung und ein nur einmal auf der Welt vorhandenes Funkrufzeichen. Der Amateurfunkdienst unterscheidet sich durch die personenbezogene Amateurfunkgenehmigung und seinem Betätigungsfeld wesentlich von anderen Funkdiensten. Funkamateure betreiben Sprechfunk, Funkfernschreiben, Datenfunk (Packet Radio), Satellitenfunk, Funk über Reflexionen am Mond, Kometen und am Nordlicht, Relaisstellenfunk, Faximile, Fernsehen und praktisch noch als einziger Funkdienst die Morsetelegrafie. Der Amateurfunkdienst ist mit dem CB-Funk nicht vergleichbar, bei dem nur typengeprüfte Geräte zugelassen sind, die nicht verändert werden dürfen, während Funkamateure als Inhaber einer persönlichen Genehmigung ihre Geräte selbst entwickeln und konstruieren dürfen.

 

Der Amateurfunkdienst leistet wichtige technische/wissenschaftliche Beiträge

 

Die technisch/wissenschaftlichen Beiträge des Amateurfunkdienstes sind beachtlich. Hervorgehoben seien z.B. innovative Projekte, wie die Umsetzung des Prinzips der elektromagnetischen Stabilisierung von Satelliten oder das Verfahren, mit Hilfe vom Mond reflektierter Signale die Ionisations- und Luftverschmutzungsgrade der Erdatmosphäre an verschiedenen Punkten zu messen. Hier arbeiten hoch qualifizierte Spezialisten aus vielen Fachrichtungen in internationaler Kooperation an anspruchsvollen Entwicklungen, die letztendlich der Allgemeinheit zu Gute kommen und für diese kostenfrei erstellt werden. Als Mitglied nationaler und internationaler Normungsgremien dient der DARC dem Fortschritt von Funk- und Nachrichtentechnik.

 

Einmalige Gemeinschaftsleistung der Funkamateure: Digitale Datenfunknetze

 

Als eine einmalige Gemeinschaftsleistung technisch hoch engagierter Funkamateure setzen die drahtlosen Datennetze Maßstäbe für Innovationen auf privater, nicht kommerzieller Grundlage. Funkamateure entwickeln hierfür Verfahren, die Vorbild für kommerzielle Anwender waren und noch weiterhin sind. Dieses ausschließlich auf privater Grundlage eingerichtete, teils durch die Betreiber und teils durch Spenden der Funkamateure selbst finanzierte System entwickelt sich aus sich selbst heraus weiter hinsichtlich ständig höherer Übertragungskapazitäten und der Organisation und Verwaltung der Datenbestände in den Mailboxen. Die Kommunikation der Funkamateure untereinander ist zusätzlich zum technisch-innovativen Prozess eine weitere Herausforderung zur Entwicklung gruppenspezifischer sozialer Verhaltensnormen.

 

Der Amateurfunkdienst wirkt der Technikfeindlichkeit entgegen

 

Funkamateure tragen dazu bei, durch Aufklärung und Wecken von Interesse Vorbehalte gegen Funktechnik abzubauen. Als Mitglied der Forschungsgemeinschaft Funk e. V. leistet der DARC einen Beitrag zur Erforschung und Aufklärung möglicher Gefahren und Risiken von elektrischen und magnetischen Feldern. Der Amateurfunkdienst ist ein wirksames Instrument, Jugendliche in einem Alter anzusprechen, in dem deren Interessenfestlegung noch positiv beeinflussbar ist. So wird in den Schulen durch die Beschäftigung mit dem Amateurfunkdienst technischer und wissenschaftlicher Nachwuchs geworben und gefördert. Der Amateurfunkdienst trägt so kostenlos dazu bei, Perspektivlosigkeit in der Jugend abzubauen und die Bildungs- und Schulpolitik zu unterstützen, getreu seiner Definition im internationalen Vertragswerk der Radio Regulations (RR) der International Telecommunication Union (ITU): "Ein Funkdienst für die eigene Ausbildung, den (Übungs-)Funkverkehr untereinander und für technische Studien."

 

Funkamateure kennen keine Ausländerfeindlichkeit

 

Der Amateurfunkdienst ist aufgrund seiner Eigenart über alle politischen Strömungen hinweg völkerintegrierend tätig. Diese Verbindungen tragen dazu bei, das Verständnis der Nationen untereinander zu festigen. Er fördert den Demokratisierungsprozess in den GUS-Staaten, so etwa durch die Mithilfe beim Aufbau der demokratischen Amateurfunkorganisationen. Als unentbehrlich hat sich der Amateurfunkdienst bei der Unterstützung von humanitären Hilfsmaßnahmen sowie auch in der Entwicklungshilfe erwiesen (er kann auf das Vertrauen in die örtlichen Funkamateure bauen), worauf seitens des UN-Departments für humanitäre Angelegenheiten anlässlich der ITU-Konferenz für Entwicklungshilfe in Buenos Aires und der UN-Tagung der Vereinigten Nationen in Kyoto im September 1994 ausdrücklich hingewiesen wurde.

 

Funkamateure sind sozial engagierte Bürger

 

Um Behinderte, Blinde und sozial Gefährdete aus ihren Reihen kümmern sich die Funkamateure im besonderen Maße. Dies geschieht über nationale Grenzen hinweg. So wirkt der Amateurfunkdienst als Therapie und nicht selten als einzig noch sinnvoller Lebenszweck zugleich. Er wirkt der Vereinsamung alter Menschen, von Arbeitslosen, Langzeitkranken und bei vielen Jugendlichen entgegen und integriert sie in seiner Weise in die Gesellschaft. Er wirkt der Gefahr der Vereinsamung mit allen ihren Folgen entgegen und bewirkt so, dass diese Menschen der Allgemeinheit nicht vorzeitig zur Last fallen. Er leistet damit einen Beitrag zur Minderung der sozialen Kosten.

 

Der Amateurfunkdienst muss gefördert und unterstützt werden

 

In der Förderung und Unterstützung des Amateurfunkdienstes ist eine jener nationalen Aufgaben zu sehen, mit denen privates Engagement zugleich der Ausschöpfung latent vorhandener ökonomischer, gesellschaftspolitischer und sozialer nationaler Ressourcen zugeführt werden kann. Daher müssen auch die Essentials des Amateurfunkdienstes, nämlich die persönliche Genehmigung, ein nach Qualifikationen differenzierendes Amateurfunkklassensystem sowie die persönliche Verantwortung für die Technik und den Betrieb der Amateurfunkstelle erhalten bleiben und dies unter sachgerechten staatlichen Rahmenbedingungen, in denen die am Gemeinwohl ausgerichtete freie Entfaltungsmöglichkeit der Funkamateure für eine innovative Technik auch künftig gewährleistet wird. Das Gesetz über den Amateurfunk stellt in geradezu idealer Weise hierzu die erforderliche Rechtsgrundlage dar.

 

Der Runde Tisch Amateurfunk ist Ansprechpartner für Politik und Verwaltung

 

Die Funkamateure sind in hohem Maße organisiert. Etwa 40.000 Funkamateure sind Mitglied im Deutschen Amateur-Radio-Club e.V. Auf Initiative des Bundestagsausschusses für Post und Telekommunikation ist der Runde Tisch Amateurfunk gegründet worden. Der RTA wird künftig mit anderen demokratisch organisierten Amateurfunkvereinigungen einen kompetenten An­sprechpartner für Politik und Verwaltung bilden und die deutschen Funkamateure mehrheitlich vertreten. Die Entscheidungen im Runden Tisch Amateurfunk werden demokratisch-mehrheitlich herbeigeführt und durch Minderheitsvoten ergänzt, in denen alternative Meinungen zum Ausdruck kommen sollen. Die im Runden Tisch Amateurfunk vertretenen Amateurfunkvereinigungen bleiben selbstständig und sind in ihren Meinungsäußerungen durch die Mitgliedschaft im Runden Tisch Amateurfunk nicht eingeschränkt.

 

Die Funkamateure in Deutschland leisten eingebunden in der Gemeinschaft aller Funkamateure auf dieser Welt einen volkswirtschaftlichen und sozialen Beitrag zum Nutzen unserer Gesellschaft. Sie sind auch im gleichen Maße bereit, die daraus erwachsenden Verpflichtungen zu übernehmen.

 

 

 

Quelle: Geschäftsstelle des DARC e. V. (Bereich Öffentlich­keitsarbeit), Lindenallee 4, 34225 Baunatal

 

 

 

Personenschutz

 

Jede Funkstelle, die mit höherer Leistung als 10 Watt EIRP (= äquivalente isotropische Strahlungsleistung)  arbeitet, muss der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen angezeigt werden. Diese Behörde erteilt eine so genannte Standortbescheinigung dann, wenn die Grenzwerte für den Personenschutz nicht überschritten werden. Näheres ergibt sich aus der „Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder“ (BEMFV). Diese Regelungen gelten beispielsweise für Rundfunk- und Fernsehsendeanlagen ebenso wie für Mobilfunkbasisstationen.

 

Für Amateurfunkstellen gibt es Besonderheiten. Da sich Funkamateure vor Erteilung des Amateurfunkzeugnisses einer schriftlichen Prüfung bei der Bundesnetzagentur unterziehen mussten, sind sie qualifiziert, die erforderlichen Angaben zum Personenschutz nach der BEMFV selbst zu ermitteln. Es muss hierzu umfangreiches Material der Bundesnetzagentur vorgelegt werden, wobei die Sicherheitsabstände entweder rechnerisch oder durch Messungen ermittelt werden können. Für  Messungen verfügt der Deutsche Amateur-Radio-Club e. V. über eigene Geräte, die in Zusammenarbeit mit der Physikalisch-technischen Bundesanstalt in Braunschweig regelmäßig überprüft werden. Die rechnerische Ermittlung erfolgt mit umfangreichen Programmen am PC; eine Version wurde auch durch die Bundesnetzagentur erstellt.

 

Das Verfahren (Selbsterklärung) erspart den Funkamateuren die Gebühren für die Standortbescheinigung, die bei kommerziellen Betreibern je nach Umfang der Sendeeinrichtungen mehrere tausend Euro betragen kann.

 

Es besteht daher keinerlei Grund zu der Annahme, dass Nachbarn eines Funkamateurs in irgendeiner Form durch den Sendebetrieb gefährdet seien. Oft wird auch die Tatsache übersehen,  dass eine Amateurfunkstelle nur zeitweise – im Gegensatz zu kommerziellen Anlagen –  betrieben wird.

 

 

 

Organisatorisches

 

Der DARC ist strukturiert in 24 Distrikte, denen rund 1.000 Ortsverbände angegliedert sind. Der Sitz des Vereins (Geschäftsstelle) ist in Baunatal; die angesprochenen Untergliederungen sind rechtlich unselbständig. Der DARC seinerseits ist Mitglied der IARU (International Amateur Radio Union), einem weltweiten Verband, der die Interessen der Funkamateure in internationalen Gremien vertritt (unter anderem der ITU, einer Unterorganisation der Vereinten Nationen mit dem Sitz in Genf).

 

Links:

www.darc.de   Internetauftritt des DARC e.V.

www.dok-b14.de Internetauftritt des Ortsverbandes Schweinfurt

http://de.wikipedia.org/wiki/Amateurfunkdienst

Allgemeines zum Amateurfunk mit weiteren Hinweisen bei Wikipedia

http://www.bundesnetzagentur.de

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