Stadtgeschichtliches Museum

Das Stadtgeschichtliche Museum schließt ab 1. August 2015 (wohl für ca. 4 - 5 Jahre) seine Pforten. das gebäude wird saniert und eine neues erweitertes Museum wird entstehen.

 

Martin-Luther-Platz

97421 Schweinfurt
Freitag: 14 - 17 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 - 13 und 14 - 17 Uhr
Schulklassen und Gruppen auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Voranmeldung Tel. 09721 51479

Schwerpunkte dieser stadtgeschichtlichen Sammlung sind die Geschichte der Stadt seit dem 9. Jahrhundert, die Reichsstadtzeit, die Bürgerkultur, das Zunftleben und der Beginn der Industrialisierung. Beim Rundgang durch das Museum haben Sie Einblick in die mittelalterliche und reichsstädtische Vergangenheit. Sie sehen Kleinodien der ortsansässigen Zünfte wie der Silber- und Goldarbeiter oder der Fischer- und Schiffer, weiterAusschnitte aus der Produktpalette des Frühindustriellen Wilhelm Sattler, das erste Tretkurbelfahrrad des Schweinfurter Erfinders Philipp Moritz Fischer und unter anderem auch eine Kugelmühle von 1890 aus der Pionierzeit der Kugellagerfertigung. Selbstverständlich vieles mehr, so auch ein Friedrich-Rückert-Zimmer.....

Das Friedrich-Rückert-Zimmer
Das Friedrich-Rückert-Zimmer

Die Gründung des Museums ist auf das Jahr 1890 zurückzuführen, als im Schweinfurter Rathaus eine Sammlung aufgebaut wurde. Das Friedrich-Rückert-Zimmer befand sich als Gedenkraum für den bekannten Dichter und Orientalisten schon seit 1892 im Schweinfurter Gymnasium.

1934 wurde schließlich das Alte Gymnasium, ein wundervoller Renaissancebau aus dem Jahre 1582, Domizil für das Heimatmuseum, wie es sich damals nannte. Heute beherbergt es eine große Sammlung wichtiger Zeitdokumente Schweinfurts und lässt die Vergangenheit Schweinfurts für den Betrachter lebendig werden.

Urkunden, Orden und sonstige persönliche Gegenstände Rückerts
Urkunden, Orden und sonstige persönliche Gegenstände Rückerts

Im Zimmer Friedrich Rückert findet man vieles aus dem kultivierten Wohnstil Rückerts. Er hat in diesem Haus das Gymnasium besucht, so dass der Ort gut gewählt ist.

In der Tischvitrine findet man Kompaß, Lupe, Dosen, Visitenkarten und einen hohen Orden Rückerts. Weiter ist ein Porzellansträußchen, Fächer, Puderdose, Geldbeutel und Brieftasche seiner Frau ausgestellt. Das Möbel ist, wie das Stehpult und der Lehnstuhl original, andere Möbelstücke sind detailgetreu nachgebaut. Zu sehen sind weiter frühe Ausgaben seiner Werke., die Ehrenbürgerurkunde der Stadt und die Urkunde zur Übergabe des Rückert-Denkmals.

Toll auch der Raum, der dem Handwerk und der Technik gewidmet ist: Hier finden Sie u.a. das erste Tretkurbelfahrrad, das der Schweinfurter Bürger Philipp Moritz Fischer ca. 1853 entwickelte. Viel zu sehen ist auch über die Handwerkszünfte Schweinfurts in frühen Jahren und den Beginn der Industrialisierung Schweinfurts.

Die Einbäumer im stadtgeschichtlichen Museum Schweinfurt
Die Einbäumer im stadtgeschichtlichen Museum Schweinfurt

Ein großer Raum ist der Frühgeschichte und dem Mittelalter Schweinfurts gewidmet und zeigt eine große Zahl an Ausgrabungen. Tafeln geben einen Überblick über die städtebauliche Entwicklung Schweinfurts seit seiner Gründung. Beeindruckend zwei Einbäumer, die aus dem Main geborgen werden konnten. Höchst interessant auch die Fragmente der einstigen Kilianskirche, die ihren Platz neben dem Zeughaus hatte.

Nehmen Sie sich etwas Zeit, die verschiedenen Tafeln im Museum zu studieren. Sie lernen viel über die Geschichte Schweinfurts und betrachten nach Kenntnis all dieser Informationen die Stadt mit ganz anderen Augen.

Die vorstehenden Ausführungen haben hoffentlich etwas Appetit auf einen Besuch des Museums gemacht. Es gibt viel mehr zu sehen als hier beschrieben ist!