Museum Otto Schäfer

 

 

Otto Schäfer, Sohn des Schweinfurter Fabrikanten Georg Schäfer und seiner zweiten Frau Alwine, hat bereits in jungen Jahren mit dem Sammeln altmeisterlicher Druckgraphiken begonnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat er 1950 begonnen, seine Sammlung neu und umfassender aufzubauen. In ihr sollte nun die gesamte europäische Druckgraphik bis zur Gegenwart in ausgewählten Blättern vertreten sein. Martin Schongauer, Albrecht Dürer und Rembrandt bildeten dabei die Schwerpunkte. Otto Schäfer erkannte damals, dass eine so breit angelegte Sammlung nicht mehr auf die Buchillustration verzichten kann. Er erwarb daher bereits 1951 die berühmte Schedelsche Weltchronik aus dem Jahr 1493, die mit über 1800 Holzschnitten ausgeschmückt ist. Bald sollte die ursprünglich nur als Ergänzung gedachte Bibliothek bekannter sein als das Kupferstichkabinett Schäfers. 1991 – nach vierzig Jahren Sammlungstätigkeit – konnte sie in einem eigenen Gebäude in der Judithstrasse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 

 

Öffnungszeiten

Di – Sa 14 – 17 Uhr

So und Feiertage 10 – 17 Uhr


Geöffnete Feiertage:
26. Dezember, 6. Januar, Ostersonntag, Ostermontag, Pfingstsonntag, Pfingstmontag.


An Faschingsdienstag und folgenden Feiertagen ist geschlossen:
Neujahr, Karfreitag, 1. Mai, Fronleichnam, Christi Himmelfahrt, 15. August, 3. Oktober, 1. November, 24. und 25. Dezember, Silvester.


Im Sommer geschlossen von 15. Juli bis einschließlich 14. September.

Im Winter geschlossen vom 1. bis einschließlich 25. Dezember.:

 

 

Museum Otto Schäfer

Buchkunst, Graphik, Kunsthandwerk

Judithstrasse 16

97422 Schweinfurt

 

09721 3870970

Fax 09721 38709799

DOSStiftung@aol.com

www.museumottoschaefer.de

 

8. Februar – 14. Juli 2015

Ludwig Gebhard – Buchkunst und Graphik

 

Das Museum Otto Schäfer verwahrt knapp 70 Handzeichnungen, Druckgraphiken, Mappenwerke und Künstlerbücher von Ludwig Gebhard (1933-2007). Aus diesem Fundus und Leihgaben der Galerie Gebhard in Landsberg am Lech wird die Ausstellung zusammengestellt, die sich dem graphischen und buchkünstlerischen Werk Gebhards widmet.  Es zeichnet sich durch stark abstrahierte figürliche Darstellungen und vor allem im Bereich des Linolschnittes durch konstruktivistische Kompositionen aus.

 

15. März – 14. Juli 2015

Martin Spreng – Ebenist

Kassetten zu französischen Künstlerbüchern

 

Martin Spreng (*1957) war von 1980 - 2009 als Ebenist Mitglied der Pariser Gruppe Xylos. Vor allem in den 1990er Jahren schuf er eine Reihe von kunstvoll intarsierten Kassetten für Künstlerbüchern, die häufig Unikatbücher des französischen Malers Julius Baltazar (* 1949 als Hervé Lambion im Paris) enthalten.

27. September – 29. November 2015

Bilder des Glaubens in der Zeit Martin Luthers

Eine Ausstellung des Museums Otto Schäfer und des Stadtarchivs Schweinfurt zum Jahresthema 2015 „Bild und Bibel“ der Lutherdekade

 

Eine reiche Bilderwelt zum Leben und Leiden Christi, der Muttergottes und aller Heiligen schmücken Stundenbücher, Erbauungsliteratur und Legendare um 1500. Allein die Bibel vermeidet die Gottesdarstellung außer bei alttestamentarischen Historien und der Offenbarung des Johannes. Diese Zurückhaltung behalten auch die protestantischen Drucke der Heiligen Schrift bei. Die Apokalypse spielt aber weiterhin eine herausragende Rolle bei der Illustration der Bibel. Vor allem Bilder zur Passion und die Darstellung der Evangelisten und Apostel als Künder und Zeugen des christlichen Glaubens bestimmen – wenn auch häufig in neuer Funktion – das reformatorische Schrifttum.