Spielplan Theater der Stadt Schweinfurt

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Theater Schweinfurt - "Faszination Theater und Konzerte!"

Im Theater der Stadt, einem nicht nur architektonischen Schmuckstück, wird seit 44 Jahren Gastspieltheater in allen Genres auf höchstem Niveau durchgeführt, das von einem kritischen und treuen Publikum weit über die Main-Rhön-Grenzen hinaus geschätzt wird. In den letzten Saisonen seit Herbst 2005 haben über 480.000 Menschen das Theater besucht! Die Auslastung lag jährlich immer über 85%! Über 6000 Abonnenten bevölkern das Theater jede Spielzeit. Bis zu 12.000 Kinder und Jugendliche sind pro Saison zu Gast, in der bis zu 160 Vorstellungen in 14 Abo-Ringen und auch Freiverkaufsvorstellungen gespielt werden. Seit 1973 finden alle zwei Jahre die Schweinfurter Puppenspieltage statt.

Das Theater der Stadt Schweinfurt wurde 1966 fertig gestellt und am 1. Dezember mit "Die Hochzeit des Figaro" von der Bayerischen Staatsoper München eröffnet. Planer und Erbauer des viel gelobten Hauses war Professor Erich Schelling, der außer in Schweinfurt vor allem in Karlsruhe und Straßburg architektonische Glanzpunkte gesetzt hat. Von großer Bedeutung war seine Zusammenarbeit mit seiner Frau Trude Schelling-Karrer, die als Innenarchitektin seine Bauten wesentlich mit beeinflusste. Von ihr stammen die Glaskompositionen im Zuschauerraum und im Foyer. Sie dienen gleichzeitig der Akustik und der Gestaltung. Nach über 30 Jahren wurde eine grundlegende Modernisierung und Sanierung durchgeführt, die im Februar 2002 abgeschlossen wurde. Der Nachlass von Professor Schelling und seiner Gattin ist im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main zu erleben.

Die technische Ausstattung als Vollbühne erlaubt Gastspiele fast jeder Größenordnung. Der umbaute Raum beträgt 50617 Kubikmeter, die Grundfläche rund 2500 Quadratmeter, das Haus hat beim Sprechtheater: max. 750 Plätze, beim Musiktheater und Nutzung des Orchestergrabens: max. 695 Plätze. Der Bühnenraum ist 22 Meter breit und 18 Meter tief. Das variables Bühnenportal ist 8 bis 12 Meter breit sowie 4,5 bis 7 Meter hoch, der Orchestergraben: 14 mal 5 Meter, für 75 Musiker. Auf der Hauptbühne kann ein Studiotheater (max. 155 Plätze) eingerichtet werden, im oberen Foyer (max. 200 Plätze) finden Konzerte und Lesungen statt.

Der erste Theaterleiter war der langjährige Kulturamtsleiter Dr. Günther Fuhrmann. Ihm folgte 1991 Rüdiger R. Nenzel nach. Seit Februar 2006 leitet Christian Kreppel das Theater der Stadt Schweinfurt. Vieles lief und läuft im Theater Schweinfurt anders, als in vergleichbaren Städten oder Bühnen. Da ist zunächst die bemerkenswerte Kontinuität der Unterstützung des Stadtrats, der den Etat des Theaters in der 44jährigen Existenz noch nie gekürzt hat. Die Politik stand immer und steht fest hinter dem Theater und postuliert Anspruch und Qualität des Angebots und Forderung des Publikums. Dieses Publikum ist in vier Jahrzehnten treu geblieben. Ein nächster  Punkt ist die ebenso lange Zusammenarbeit mit ersten deutschen festen Schauspielbühnen über die drei Intendanzen hinweg.

Jose Carreras, Dietrich Fischer-Dieskau, Helen Donath, Mojca Erdmann, Christian Gerhaher, Ingeborg Hallstein, Gundula Janowitz, Nadja Michael, Hermann Prey, Anneliese Rothenberger, Thomas Quasthoff, Michael Volle  haben im Theater gesungen. Schauspielergrößen wie Peter Bause, Maria Becker, Martin Benrath, Michael Degen, Ernst Deutsch, O.E. Hasse, Karl Heinz Martell, Hilde Krahl, Kurt Meisel, Walter Plathe, Christine Ostermayer, Katja Riemann, Heinz Rühmann und Will Quadflieg sind hier gefeiert worden.

Die Bamberger Symphoniker - Bayerische Staatsphilharmonie haben seit der Eröffnung des Hauses im Dezember 1966 regelmäßig im Haus konzertiert und bilden die Basis des anspruchsvollen Konzertspielplans auf höchstem Niveau. Das erste Konzert in Schweinfurt fand schon am 19. Oktober 1946 statt. Die lange Liste der Solisten und musikalischen Leiter der vergangenen 65 Jahre liest sich wie ein "who is who" der internationalen klassischen Musikwelt. Dazu kommen regelmäßig renommierte Klangkörper und Solisten aus dem In- und Ausland.

Feste Häuser wie aus München das Bayerische Staatsschauspiel, die Kammerspiele und das Volkstheater, das Anhaltische Theater Dessau, das Staatsschauspiel Dresden, das Theater Chemnitz und Meiningen sowie das Mühlheimer Theater an der Ruhr, aus Berlin das Theater/Komödie am Kurfürstendamm wie auch das Renaissance-Theater und das Berliner Ensemble gastieren seit Jahren und teilweise Jahrzehnten regelmäßig in Unterfranken. Dazu kommen angesehene Tourneetheater wie das Euro-Studio Landgraf, die Theatergastspiele Kempf oder die Konzertdirektionen Schutte und Schlote.

Große Ballett-Compagnien aus St. Petersburg, Perm, Kiew, Donetsk, Minsk, Lodz und Kasan, Tanztruppen wie das Nederlands Dance Theater (Den Haag), die Compagnia Aterballetto (Reggio Emilia), das Cullberg Ballett (Stockholm), die Rambert Dance Company (London), Pilobolus (Connecticut, USA) oder aus Brasilien Grupo Corpo und Balé da Cidade vervollständigen das Bild eines anspruchsvollen oft auch programmatischen Spielplans, der eine Autorenpflege über mehrere Spielzeiten hin ebenso beinhaltet, wie die Pflege aller klassischer Genreausrichtungen. Mit fordernder Qualität und wohl dosierter Vielfalt gelingt es, ein auch überregionales Publikum zu interessieren und zu binden.