Der Ebracher Hof

Laufen Sie vom Marktplatz kommend links am Rathaus vorbei durch die Brückenstraße Richtung Main. Auf der linken Seite biegen Sie in die Rittergasse ab. Wenden Sie sich nach rechts durch den Torbogen neben dem Restaurant "Ebracher Hof".

Der Ebracher Hof ist eine Hofanlage des 16. Jahrhunderts (1578). Bis ins Jahr 1802 befand es sich im Besitz des Zisterzienser Klosters Ebrach, woraus sich auch der heutige Name ableitet. Er diente der Sammlung und Speicherung von Erträgen der klostereigenen landwirtschaftlichen Besitzungen im Schweinfurter Einzugsgebiet.

 

Neben dem Rathaus und dem Alten Gymnasium gehört der Ebracher Hof zu den wenigen großen und repräsentativen nicht-kirchlichen Gebäuden Schweinfurts aus der Renaissancezeit. Das weitgehend erhaltene und im Jahre 2007 vorbildlich sanierte Gebäudeensemble macht auch die herausragende wirtschaftliche Stellung Schweinfurts in früheren Zeiten deutlich.

Der Hauptbau mit den dreizehnteiligen Staffelgiebeln an der Rittergasse beherbergt heute das Restaurant „Ebracher Hof“ sowie ein kleines Hotel, die Südfassade (ehemalige Zehntscheune), die sich dem großen, umbauten Hof anschließt, die Schweinfurter Stadtbibliothek.

 

Besonders beeindruckend der Blick bei schönem Wetter von der Mainbrücke auf die Zehntscheune, die sich in den architektonisch geschickt angebrachten Fenstern des modernen Nebengebäudes in der Brückenstraße spiegelt und somit das massive Gebäude noch interessanter erscheinen lässt.

Die Zehntscheune beherbergt zwei Vollgeschosse mit Außenmauern aus Naturstein. Das Satteldach mit drei Ebenen und Stufengiebeln wird durch Holzpfeiler und Holzunterzüge getragen.

Im Ebracher Hof ist nun auch die Stadtbücherei untergebracht. Ein wahes Vorzeigeobjekt!

Der Ebracher Hof Schweinfurt - fotografiert von der Mainlände 2014
Der Ebracher Hof Schweinfurt - fotografiert von der Mainlände 2014

 

Der Ebracher Hof vor der Renovierung im Jahre 2004:

(Danke für die Fotos an Isolde und Frederick Miller)