Saalbau Götz - Oberndorf

Ernst-Sachs-Straße 76/78


Gegründet wurde die Gastronomie in der damals noch unter der Adresse "Schweinfurter Straße 129" vom Grafenrheinfelder Andreas Götz, der zuvor in der Hauptbahnhofstraße 101 eine Bäckerei betrieben hatte.

Das Anwesen befand sich gegenüber des heute noch erhaltenen "Fichtel & Sachs Bunkers" in der Ernst-Sachs-Straße.

1917 erhielt er die Schankerlaubnis für Kakao, Kaffee, Tee, Limonade sowie Spirituosen und Süßweinen, ab 1925 erhielt er dann vom Schweinfurter Stadtrat (nachdem Oberndorf 1919 eingemeindet worden war) auch die Erlaubnis zum Ausschank von Bier.

Saalbau Götz um 1935 - Danke an Thomas Horling
Saalbau Götz um 1935 - Danke an Thomas Horling

Da Andreas Götz insbesondere den Oberndorf eine Attraktion bieten wollte, entschloss er sich, das Anwesen auszubauen und einen Festsaal einzurichten. Die Einrichtung wurde auch gerne von den Oberndorfern angenommen und es fanden dort regelmäßig viele Bälle und Konzerte statt, zuweilen wurden auch Theaterstücke aufgeführt.

Am Eingang des Saalbaus Anfang der 1930er - Danke an Thomas Horling
Am Eingang des Saalbaus Anfang der 1930er - Danke an Thomas Horling
Der Saalbau nach einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg - Danke an Thoams Horling
Der Saalbau nach einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg - Danke an Thoams Horling

Rasch wurde der Saalbau der Mittelpunkt des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens von Oberndorf, doch nach ca. 15 Jahren des Erfolges mit dem Saalbau brach der Zweite Weltkrieg aus. Der Bedarf an Feierlichkeiten ging während des Krieges verloren und Götz verkaufte das Anwesen an die Firma Fichtel & Sachs. Kurze Zeit später wurde der einstige "Magnet" Oberndorfs durch Bomben in Schutt und Asche gelegt.

Saalbau Götz nach einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg - Im Hintergrund Fichtel & Sachs-Werke Danke an Thomas Horling
Saalbau Götz nach einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg - Im Hintergrund Fichtel & Sachs-Werke Danke an Thomas Horling

Nach dem Krieg entstand hier ein Neubau mit Konditorei und Cafe. Der Festsaal sollte jedoch weiterhin der Vergangenheit angehören.