Cafe Schneider

einst Markt 8

Johann Schneider, dessen Namen die Gaststätte trug, erwarb im Jahr 1901 dieses Anwesen und beantragte am 25. Juli dieses Jahres die Konzession für den Betrieb dieser Gaststätte. Seit dieser Zeit trug das Gasthaus den Namen Cafe Schneider.

Bereits zuvor gabe es jedoch dort Gastronomie. Hier befand sich bereits vor dem Stadtverderben von 1554 eine Gaststätte namens "Goldener Hirsch".

Das Cafe Schneider existierte bis in den Zweiten Weltkrieg hinein, als schließlich bei einem Bombenangriff das Anwesen völlig zerstört wurde.

Johann Schneider hatte die Gaststätte nicht lange. Es folgten Konrad Wustlich und ab 1919 Karolina Brand sowie ab 1921 Martin Weger, der an Josef Müller verpachtete. Nach dessen Tod wurde das Lokal durch seine Ehefrau Erna Müller weitergeführt.

 

Bild links unten, rechtes Haus
Bild links unten, rechtes Haus
17. März 1915 - im Hintergrund das Cafe Schneider - auf dem Marktplatz Einzug des 1. Ersatz-Bataillons im Ersten Weltkrieg
17. März 1915 - im Hintergrund das Cafe Schneider - auf dem Marktplatz Einzug des 1. Ersatz-Bataillons im Ersten Weltkrieg
Reklame aus dem Jahr 1921
Reklame aus dem Jahr 1921

In der Gustav-Adolf-Diele, die nach dem Aufenthalt von König Gustav Adolf im Jahr 1632 in diesem Haus benannt wurde, fanden täglich Konzerte statt.

Letzte Pächterin war Erna Löffler.

Gustav-Adolf-Diele 1925, damaliger Inhaber Josef Müller
Gustav-Adolf-Diele 1925, damaliger Inhaber Josef Müller

Berühmt war der Treppenaufgang im Cafe Schneider. Dieser befindet sich heute im Rathauskeller und somit erneut in einem Zugang zu einer gastronomischen Einrichtung.

Treppenaufgang im Cafe Schneider
Treppenaufgang im Cafe Schneider

 

Heute im "Aposto" (Ratskeller):